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Als Adoption bezeichnet man die Annahme eines Kindes an statt eines
im biologischen Sinne eigenen Kindes. Es entsteht ein
Eltern-Kind-Verhältnis. Bei der Inkognito-Adoption gibt es keine
Verbindungen zur Familie des adoptierten Kindes. Dieses kann mit 18
Jahren Nachforschungen der biologischen Eltern anstellen, mit 16
benötigt es die Zustimmung der Adoptiveltern. Bei der halboffenen oder
offenen Adoption besteht eingeschränkter bzw. regelmäßiger Kontakt
zwischen Adoptiv- und leiblichen Eltern. Die häufigste Form ist die
Stiefkindadoption, bei der der leibliche Elternteil das Kind freigibt
und dieses ab 14 Jahren zustimmen muss. Psychologisch ist eine Adoption
auf Eltern- und Kindseite ein komplexer Prozess. Je älter das Kind,
desto stärker ist seine eigene Persönlichkeit bereits geprägt und desto
mehr eigene Erfahrungen bringt es in die neue Familienkonstellation
mit. Bei Adoption eines Kindes aus dem Ausland (Auslandsadoption) kann
die Überwindung der kulturellen Unterschiede ein zusätzliches Hindernis
sein. Adoptiveltern und Kind müssen den Unterschied von bewusster
Adoptivbeziehung zu familiengleicher Beziehung im gemeinsamen
Zusammenwachsen bewältigen.
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