| Billingsmethode |
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Die Billingsmethode wurde 1953 nach dem Ärzteehepaar Dr. Billings in Melbourne benannt. Die Methode basiert auf der Beobachtung des Zervixschleims zur Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage einer Frau. Um den genauen Tag des Eisprungs vorherzusagen und aufgrund der Haltbarkeit der Eizelle (12 stunden ) und des Spermiums ( 3 Tage) die fruchtbaren Tage einzugrenzen, muss die Frau über einen langen Zeitraum den Austritt des Zervixschleims genau beobachten. Konsistenz, Farbe, Menge und Geruch sind Kriterien, nach denen die Frau den Zervixschleim untersucht. Um die Zeit des Eisprungs produzieren die Zervixdrüsen Schleim, der dicklich ist und sich in klare, dünnflüssigere Beschaffenheit verändert. Zum Zeitpunkt des Eisprungs, also in der fruchtbaren Phase, ist der Zervixschleim meist glasklar und zieht stark Fäden. In den Tagen nach dem Eisprung wird die Beschaffenheit der Zervixschleims häufig klumpiger. Es gibt jedoch neben dieser sehr allgemein gehaltenen Beschreibung keine allgemeinen Regeln, wie die Beschaffenheit des Zervixschleims an den einzelnen Stationen des Monatszyklus sein sollte. Jede Frau muss über mehrere Monate ihren Zervixschleim selbst kontrollieren und ihren individuellen Rhythmus feststellen. Diese Verhütungsmethode hat den Vorteil, dass sie keinen hormonellen oder mechanischen Eingriff verlangt, ist aber auch leicht zu verfälschen. Durch Samenerguss in der Scheide, Infektionen oder psychische Belastung kann sich die Schleimkonsistenz ändern. Deshalb gilt diese Verhütungsmethode nicht als verlässlich. |