Kinder sollten möglichst schadstofffrei groß werdenModerne Entwicklungen in der Chemie erleichtern und bereichern unser Leben in vielen Bereichen. Leider kommen in vielen Produkten aber Stoffe zum Einsatz, deren Unbedenklichkeit nicht geklärt ist oder die sogar nachweislich ab einer gewissen Dosierung gesundheitsschädlich wirken. Völlig schadstofffrei können wir heutzutage hierzulande unserer Kinder nicht großziehen, aber wir können vieles tun, um die Belastung so gering wie möglich zu halten.

Tipps für ein schadstoffärmeres Leben

  • Kinderbekleidung
    Jüngst machte eine Studie von Greenpeace von sich Reden, die Kinderbekleidung u.a. auf die Schadstoffe Phthalate, PFC, zinnorganische Verbindungen, Antimon und Nonylphenolethoxylate (NPE) hin untersuchte. In allen getesteten Marken, vom Billighersteller bis zur Nobelmarke, fanden sich zum Teil besorgniserregende Mengen dieser Stoffe. Zwar blieben die Konzentrationen zumeist unter den gesetzlichen Grenzwerten, aber ob damit eine gesundheitliche Unbedenklichkeit einhergeht, muss letztendlich jedes Elternteil für sich selbst entscheiden. Was kann man tun?
    Zunächst sollte man beim Einkauf der Waren die Hersteller bevorzugen, die von Haus aus großen Wert auf die Schadstofffreiheit ihrer Produkte legen und die Kleidungsstücke aus weitestgehend natürlichen Stoffen anbieten. Dennoch sollte die Kinderbekleidung vor dem ersten Tragen gewaschen werden. In diesem Zusammenhang lohnt es sich, den Blick auf Secondhand-Läden oder Flohmärkte zu richten. Durch das häufige Waschen verringert sich der Schadstoffgehalt in der Kleidung deutlich. Zudem sollten Sie stark riechende Kleidung von Ihrer Wahl ausschließen. Abfärbende Kleidungsstücke sollten nicht auf offener Haut getragen werden.
  • Weichmacher
    Hier ist vor allem Bisphenol A, BPA, in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Obwohl seit 2011 europaweit in Babyflaschen verboten, kommt der Stoff weiterhin in vielen Plastikspielzeugen, Konservendosen und sogar Schnullern zum Einsatz. BPA freie Produkte finden sich u.a. unter www.kivanta.de.
  • Essen und Trinken
    Moderne Lebensmittel enthalten oftmals eine Vielzahl von Zusatzstoffen, wie sie in der Natur nicht vorkommen. Besonders häufig werden diese in Fertiglebensmitteln gefunden. Am einfachsten wappnen sich Eltern vor diesen Zusatzstoffen, indem sie so viel wie möglich selber aus frischen Nahrungsmitteln zubereiten. Die Verwendung von Bioprodukten versteht sich in diesem Zusammenhang von selbst.

Reportagen zu Schadstoffen in unserer Umwelt

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