Entscheiden die Ärzte, dass die Geburt künstlich eingeleitet werden soll, wird zunächst die Wehentätigkeit angeregt. Der Schwangeren wird das Hormon Oxytocin verabreicht. Es regt die Kontraktion der Uterusmuskulatur an. Die Wehen unter Oxytocin sind oft stärker, länger und schmerzvoller als im normalen Fall. Dann wird die Fruchtblase gesprengt. Viele andere Methoden der Geburtseinleitung arbeiten mit Medikamenten und Hormonvergaben. Eine moderne Technik der Geburtseinleitung ist das Prostaglandinpessar. Diese Prostaglandintablette wird in die Scheide eingelegt und löst Gebärmutterkontraktionen aus. Die Tablette wird abends in die Scheide eingeführt und sollte mit einer Verzögerung von ca. zwölf Stunden am nächsten Morgen Wehen auslösen. Die Methode wird als sehr angenehm empfunden, weil sich die Gebärende frei bewegen kann.