Röteln sind eine Virenerkrankung, hervorgerufen durch den Rubellavirus und ist durch einen fieberhaften Verlauf gekennzeichnet, mit entzündlicher Infektion der Atemwege. Später kommt es zum einem Masern ähnlichen Ausschlag und mehrwöchiger Schwellung der Lymphknoten. Die Röteln haben eine 14-21 tägige Inkubationszeit und können durch die Luft übertragen werden. Nach einer Rötelinfektion ist man für den Rest des Lebens immun.

Im Zusammenhang mit einer Schwangerschaft bedeutet eine Rötelinfektion jedoch eine potentielle Gefahr für die Gesundheit des ungeborenen Kindes, da im Zuge einer sogenannten Rötelnembryopathie, einer Infektion des Fötus innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate, Entwicklungsstörungen auftreten, die eine nachhaltige Schädigung des Nervensystems des Kindes nach sich ziehen können.

Daher werden heute praktisch alle Kinder (früher alle Kinder weiblichen Geschlechts) gegen Röteln geimpft. Somit ist heutzutage wenigstens in Ländern mit funktionierender Gesundheitsversorgung die Rötelnembryopathie kein großes Problem mehr.