Als Depression bezeichnet man eine psychische Krankheit, die sich in Niedergeschlagenheit und vielen ähnlichen Gefühlszuständen äussert. Es wird vermutet, dass die Wirkung der Neurotransmitter (chemische Botenstoffe, die Nervensignale weiterleiten) Serotonin und Noradrenalin im Vergleich zum Gesunden verändert ist. Die Ursache dafür ist unbekannt, wahrscheinlich spielt aber eine erbliche Vorbelastung eine große Rolle. Antidepressive Medikamente entfalten ihre Wirkung, indem sie die Wirkung von Serotonin und/oder Noradrenalin im Gehirn erhöhen. Auslöser für eine depressive Episode können beispielsweise akute oder chronisch belastende Lebensereignisse sein. Generell durchlaufen Patienten eine Psychotherapie, deren Wirkung aber bei jedem Patient individuell unterschiedlich ist. Die Gefahr der erneuten Erkrankung bleibt bei psychischen Krankheiten nie ausgeschlossen.

Jede 10. Schwangere leidet unter Depressionen. Entweder ist die Schwangerschaft selbst der Auslöser für eine Depression, oder die Verstimmung war bereits vorhanden und bleibt in der Schwangerschaft bestehen. Zum Schutze des Kindes ist nicht jede Art der medikamentösen Behandlung geeignet. Antidepressiva dürfen jedoch keinesfalls eigenständig abgesetzt werden. Die Gefahr einer akuten Krise der Schwangeren oder Stillenden, die zu Kurzschlusshandlungen führen kann, ist sehr hoch. Symptome einer Schwangerschaftsdepression sind Gefühlsschwankungen zwischen Glück und panischer Angst, Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, Hemmungsloses Weinen ohne Grund, obwohl die Mutter glücklich ist über die Geburt ihres Kindes, Ablehnung des Kindes mit Schuldgefühlen und Gewissensbissen, Gefühl der Hilflosigkeit und Überforderung, Zwanghafte Handlungen, wie Putzsucht, Verwirrtheitszustände bis hin zum Realitätsverlust.