Folsäure ist ein Sammelname für verschiedene Vitamine der B-Gruppe. Die Darmflora kann sie herstellen. Folsäure wirkt bei der Bildung von Blutkörperchen und Schleimhautzellen mit. Außerdem hilft sie beim Abbau der Säure Homocystein, welche für das Herz-Kreislauf-System schädlich sein kann, und beim DNA-Stoffwechsel. Folsäure ist enthalten in Leber, Vollkornprodukten, grünem Blattgemüse, Spargel, Eigelb und Nüssen. Weil der Körper braucht dieses Vitamin für die Zellbildung und Zellteilung benötigt, ist das Vitamin das wohl wichtigste in der Schwangerschaft der Fall, in der ungefähr 100 Milliarden Zellen entwickelt werden. Folsäure wird schon von Beginn der Schwangerschaft an vermehrt gebraucht. Der Bedarf steigt um das Doppelte des Normalbedarfs an und liegt in der Schwangerschaft bei 800 µg (Mikrogramm) oder 0,8 mg. Die Einnahme von Folsäure ist besonders zu Beginn einer Schwangerschaft wichtig. Ein Mangel an Folsäure kann zu sogenannten Neuralrohr-Defekten (Fehl- und Missbildungen) beim Kind führen.