Als Mehrlinge werden alle Geburten mit mehr als einem Kind bezeichnet. Die Häufigkeit der Geburt von Mehrlingen folgt der Hellin-Regel, welche besagt, dass auf 85 Schwangerschaften eine Zwillingsgeburt kommt. In einer von 7.225 (1:85²) Schwangerschaften treten der Regel zufolge Drillinge auf. Die häufigste Form von Zwillingen sind zweieiige (Dizygote) Zwillinge. In diesem Fall sind im Mutterleib gleichzeitig zwei Eizellen herangereift, entweder an einem Eierstock oder an je einem. Nach dem Eisprung werden die Follikel jeweils von einem Spermium befruchtet. Die Zwillinge können unterschiedlichen Geschlechts sein und stehen zueinander wie Geschwister und haben unterschiedliches Erbgut. Eineiige Zwillinge dagegen entstehen aus einer geteilten Einzelle, deren beide Teile sich selbstständig entwickeln. Sie haben identisches Erbgut, weshalb die Ähnlichkeit sehr groß ist. Eine Mehrlingsschwangerschaft lässt sich durch frühe Ultraschalluntersuchungen und anhand der auffallenden Größe der Gebärmutter feststellen.